Lange ist es her…

…seitdem ich das letzte mal etwas geschrieben habe und so will ich euch hier einmal wieder erzählen wie es mir im Moment ergeht.

Seit einer guten Woche ist nun schon die Hälfte meiner Zeit hier in Israel überschritten und es geht aus dieser Sicht schon auf das Ende zu und auch meine Nachfolgerin von ASF für dieses Projekt hat schon geschrieben. Doch dieser Gedanke, dass es schon wieder “bergab” im Sinn von auf das Ende zu geht ist ziemlich weit weg. Hier ist es eher so, dass ich jetzt mitten drin bin. Ich bin voll und ganz in den Projekten angekommen und kann mich auch im Land schon recht sicher bewegen. Oft fällt man zwar noch auf, da gerade die Sprachkenntnisse an vielen Stellen nun einmal noch nicht ausreichen aber manchmal schon nicht mehr. Es sind meist die alltäglichen Dinge wie das Einkaufen oder das Fahren mit Monit Shirut (Sammeltaxen) bei denen ich zumindest nicht mehr wegen der Sprache aufalle, denn es klappt mitlerweile ziemlich sicher sich in diesen Abläufen mit der Sprache zu bewegen. Mit der Sprache hilft es mir auch immer noch ein großes Stück weiter, dass ich zwei mal in der Woche jeweils für eineinhalb Stunden Unterricht habe und so nicht nur für mich selbst nebenbei etwas dazu lerne sondern auch direkt nachfragen kann wenn ich etwas nicht verstehe (denn es ist nicht immer einfach die eigene Sprache anderen zu erklären wie ich auch festgestellt habe, so dass es schwierig ist Mitarbeiter oder andere zu fragen).

Da das Bewegen im Land also schon recht gut klappt bin ich am vergangenen Wochenende (gestern und vorgestern) einmal zum Kineret (See Genezareth) gewesen um dort das schöne Wetter zu nutzen was wir hier im Moment haben. Es sind tagsüber ca 30° und in der Nacht wurde es nicht viel kälter als 20°, so dass in den Bussen und Zügen auch schon wieder die Klimaanlagen liefen. Mitlerweile hat man auch da dazugelernt im Vergleich zum Anfang: wenn man bei warmen Außentemperaturen Bus oder Zug fährt dann sollte man sich immer etwas zum überziehen mitnehmen. Ich habe nämlich das Gefühl, dass die Klimaanlagen so stark eingestellt sind, dass es dann drinnen kälter ist als im Winter, denn da wird dort ja geheizt. So ist es im Sommer also mit kurzer Hose und T-Shirt recht kalt im Zug was den ein oder anderen hier schon im sprichwörtlichen Sinn ziemlich kalt erwischt hat. Aber auch bei sowas lernt man dann aber dazu…

Am See haben wir dann draußen in einem Olivenhain gecampt und das schöne Wetter genossen, sind von dort aus zum Berg der Seligpreisungen gewandert und waren in der Brotvermehrungskirche.

Neben solchen Dingen gab es dann aber auch eine große Vielfalt in der Natur zu erleben. Nachdem ich das letzte Mal 2007 im Herbst dort war und noch alles verdörrt war, so grünte und blühte nun alles um uns herum und es gab neben Blumen und anderen Pflanzen auch ein paar Tiere zu beobachten die sich wenig scheu einfach gesonnt haben und sich nicht weiter stören ließen.

Nachdem wir dann am Samstag Abend als die Busse wieder fuhren zurück nach Nahariya sind bin ich nun noch die kommenden zwei Wochen hier im Projekt bevor es in die Pessach bzw. Osterferien geht. Ich bin also wieder einmal gespannt auf das kommende und versuche (zeitnah ;)) etwas von dem Erlebten hier zu berichten.

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